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Donnerstag, 29. Juli 2010
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Ein
'58er Pontiac Chieftain in der Altstadt von
Havanna.
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Vor
gut vierzig Jahren erklärte sich Fidel Castro
zum "Máximo Líder" in Kuba
und rief die Revolution aus - Eine Zeit, in der
bis heute kaum ein Neuwagen den Weg auf die Insel
fand.
So hat der kleine Karibikstaat den wohl ältesten
Autobestand überhaupt: Überwiegend US-Straßenkreuzer
aus den 40er und 50er Jahren verwandeln die Straßen
in ein rollendes Automuseum. Manch Kubaner wäre
sicherlich froh, könnte er seinen betagten,
benzinsaufenden Chevy, Ford oder Hudson wenigsten
in ein halbwegs modernes Auto tauschen - wenn da
nicht der ständige Devisenmangel und ein langjähriges
US-Embargo wäre.
Dass ihre rollenden Preziosen bei Europäern
und Amerikanern mächtig Eindruck machen haben
einige findige Kubaner längst herausgefunden.
Sie chauffieren Touristen gegen harte Dollars durch
Havanna - vorrausgesetzt das rationierte Benzin
reicht aus.
Viele der Fahrzeuge werden trotz dem Mangel an Ersatzteilen
liebevoll am Leben gehalten. Da stört sich
kaum jemand daran, dass in einem 56er Chevy ein
Diesel aus einem russischen Lkw seinen Dienst verrichtet.
Höchstens
der Staat. Denn offiziell ist so etwas nicht erlaubt.
Seit kurzem haben die ersten VW und Nissan ihren
Weg auf die Zuckerrohrinsel gefunden. Moderne Zeiten,
Glasnost?
Nicht ganz. Denn soviel ist sicher: Solange es den
Dinosaurier an der Spitze Kubas noch gibt, werden
auch jene auf den Straßen nicht aussterben.
Wir danken A. Alten für die zur Verfügung
gestellten Bilder.
weiter
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