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Saab 96 / 95 |
3-Zylinder-Zweitakt / V4-Viertakt
Hubraum: 841 cm3 / 1498 cm3 (V4)
Leistung: 38, 52, 55 PS / 65, 86 PS (V4)
Höchstgeschwindigkeit: 120-160 km/h
Verbrauch: ca. 11 l/100 km (Zweitakter)
Gesamtproduktion: 547.221 (96) 110.527 (95) |
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Saab 96
(1959-1980)
Der
Saab 96 war ein echter Dauerläufer: Ganze 20 Jahre
lang lief der eiförmige Schwede von den Fließbändern.
Dabei hatte alles ganz unspektakulär begonnen. Ohne
großes Brimborium starteten die Schweden 1959 die
Produktion - ohne den Wagen je bei einer der großen
Automobilausstellungen vorgestellt zu haben.
So neu war der 96 denn auch nicht: Bis zur B-Säule
hatte sich gegenüber seinem Vorgänger, dem nur
ein Jahr lang gebauten Zwischenmodell Saab 93 F kaum etwas
geändert. Das etwas verlängerte Dach mündete
beim 96er in den charakteristischen Kiemen, eine vergrößerte
Heckscheibe verbesserte die Sicht nach hinten. Die Passagiere
profitierten auf den hinteren Plätzen von der größeren
Kopffreiheit.
Auch technisch hatte sich nicht viel getan: Weiterhin
tat ein Zweitaktmotor mit drei Zylindern seinen Dienst
unter der buckligen Haube, der Hubraum war aber auf 841
ccm gewachsen und gab nun 38 PS an die Vorderräder
weiter.
Wem das nicht reichte, konnte ab 1962 den Saab 96 GT ordern.
Mit seinen 52 PS war der GT immerhin fast 150 km/h schnell,
Scheibenbremsen an den Vorderrädern unterstrichen
die sportlichen Ambitionen. Nachdem Erik Carlsson 1962
und 1963 mit dem 96 die Rallye Monte Carlo gewann, hieß
der GT nur noch Monte Carlo.
Parallel zum 96 lief in Trollhättan die Kombiversion
95 vom Band. Besonders skurril: Hinter dem schräg
abfallenden Heck des Lastenesels verbarg sich eine aufklappbare
Sitzbank die - gegen die Fahrtrichtung - montiert war!
Mit den Jahren wertete Saab den 96 immer wieder auf. 1965
wurde ein Zweikreis-Bremssystem eingeführt, das Standardmodell
erhielt wie der GT eine Dreivergaseranlage, die Leistung
kletterte auf 42 PS.
Doch alle Maßnahmen konnten nicht darüber hinwegtäuschen,
dass die Saab-Modelle von Zweitakt-Motoren angetrieben
wurden, die Mitte der sechziger Jahre immer weniger gefragt
waren. Daher erprobte man bei Saab diverse Viertakt-Motoren
von Fremdherstellern, wie den Käfer-Boxer oder dem
Lancia-V4. Letztendlich entschied man sich für den
68 PS starken Ford V4, der aus dem Modell 12M stammte.
1967 kamen dann die ersten 96 ohne Zweitakt-Fahne auf
die Straße. Auch als ein Jahr später der Saab
99 debütierte, hatte der 96 noch lange nicht ausgespielt.
Saab modernisierte den Wagen immer wieder. So konnten
sich die Käufer über eine größere
Front- und Heckscheibe und Drei-Punkt-Gurte freuen. Auch
optisch passte Saab den 96 dem Zeitgeschmack an: Ab 1974
wurde ein schwarzer Plastikkühlergrill verbaut, kurze
Zeit später schwarze Plastikstoßstangen. Als
im Januar 1980 das letzte Exemplar von den Bändern
lief, waren 547.221 Saab 96 entstanden.
Der 95 blieb in den Verkaufszahlen weit dahinter zurück.
Das eigentümliche Design, der weitaus höhere
Preis und die nur zögerliche Modellpflege dürften
der Grund dafür gewesen sein.
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Saab 96 im Angebot bei Autoscout 24
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