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  Donnerstag, 29. Juli 2010

 
 














Peugeot 404
4-Zylinder in Reihe, Heckantrieb
Hubraum: 1469, 1618, 1816, 1948 cm3
Leistung: 53 PS bis 88 PS
Höchstgeschwindigkeit: 110 bis 160 km/h
Gesamtproduktion: 2.769.361


Peugeot 404


(1960-1975)


Nachdem Battista Pinin Farina schon für den erfolgreichen 403 verantwortlich gezeichnet hatte, engagierten die Löwenbauer aus Sochaux den italienischen Blechkünstler auch für das Nachfolgemodell 404. Der kam 1960 mit viel Chrom und Flossen daher - Die Amerikanisierung des Autogeschmacks hatte selbst vor den französischen Autobauern nicht halt gemacht.

Die 404 Limousine setzte sich jedoch durch ihre zeitlose Seitenansicht und ihre elegante Erscheinung vom Zeitgeist ab, und bewahrte sich so davor allzu schnell zu altern. Äußerlich konnte der geräumige Wagen so fast unverändert bis weit in die 70er Jahre gebaut werden.

Technisch folgte der 404 der Peugeot-Philosophie: Ein sehr weiches Fahrwerk mit eher zähen, aber langlebigen Motoren sorgten für kommodes Fortkommen ohne Raserallüren zu befriedigen.
Sowohl Vergaser -und Einspritzermotoren waren zu haben, großen Anklang fanden aber traditionell bei den Peugeot-Käufern die Dieselmodelle. Diese galten in Deutschland lange als "französischer Mercedes" und waren eine der wenigen Alternativen zu Daimlers Heckflosse. im Heimatmarkt konnten die Gallier mit den Einspritzervarianten Akzente gegen die Citroën DS setzen.

Sonderausstattungen gab es für die damalige Zeit schon in reichlicher Auswahl: Schiebedach, Ein-Schicht-Metalliclack und Getriebeautomatik machten den 404 zum Gallier für Anspruchsvolle.

Ab 1962 wuchs die Löwenfamilie immer weiter und bot für jeden den richtigen Untersatz: Cabrio und das Coupé aus Pininfarinas Feder machten eine gute Figur auf den Boulevards von Paris und der Cote d'Azur.
Commerciale (Pick-Up) und Familiale (Kombi) waren die idealen Begleiter für Handwerk und Großfamilien.

Trotz 2,7 Millionen gebauten Exemplaren sind heute leider nur wenig 404 übrig geblieben.: Rostresistent war der Löwe nämlich nicht. Noch halbwegs brauchbare Exemplare fanden häufig Asyl im fernen Afrika. In den ehemaligen französischen Kolonien sind sie - in Sicherheit vor quengelnden Tüvingenieuren - zum Teil heute noch als Taxen unterwegs, so wie ihre Nachfolger 504, 505 und 405.
Diese haben eine weitere Gemeinsamkeit mit dem 404: Auch sie stammen allesamt aus Pininfarinas Hand, allerdings hatte hier Junior Sergio den Stift in der Hand.


Peugeot 404 im Angebot bei Autoscout24


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