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Citroen 2CV |
2-Zylinder Boxermotor
Hubraum: 375 bis 600 cm3
Leistung: 9 PS bis 28 PS
Höchstgeschwindigkeit: 65 bis 120 km/h
Verbrauch:ca. 6-7l/100 km
Gesamtproduktion: ca. 5 Millionen |
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Citroën
2CV
(1948-1990)
Einfach
und robust - nach diesen Prinzipien sollte das neue Fahrzeug
konstruiert werden, das Citroen-Chef Pierre Jules Boulanger
Mitte der dreißiger Jahre bei seinen Mitarbeitern
in Auftrag gab.
1939 wurden die ersten Prototypen des 2CV präsentiert.
Doch bevor die Produktion beginnen konnte, kam der Krieg
und damit das Aus für die Neukonstruktion.
Zehn Jahre später erlebte der 2CV, auch besser bekannt
als Ente, seinen zweiten Frühling. Vom Start weg
verkaufte sich der 2CV blendend - das minimalistische
Konzept war aufgegangen.
Die Konstruktion des 2CV bestand aus einer viertürigen
Stahlblechkarosse mit Rolldach, die auf einen Plattformrahmen
aufgesetzt war. Die enormen Federwege der vier einzeln
aufgehängten Räder stellten einen gewissen Komfort
auch auf schlechten Wegstrecken sicher, sorgten aber auch
dafür, dass die Ente wie ein Dampfer auf hoher See
schaukelte.
Vier Personen bot die Ente Platz und war so auch für
etwas längere Touren geeignet - vorausgesetzt den
Passagieren wurde es auf dem mit Stoff bespannten Rohrgestühl
nicht zu unbequem.
Fürs Fortkommen sorgte zunächst ein luftgekühlter
Zweizylinder-Boxermotor, der aus 375 cm³ wackere
9 PS schöpfte. Mit Anlauf ließ sich damit eine
Höchstgeschwindigkeit von 65 km/h erreichen - was
2CV-Piloten freilich verborgen blieb, da der Wagen zunächst
nicht über einen Tachometer verfügte.
1954 erhörte Citroen den Wunsch der Kunden nach mehr
Leistung und ergänzte das Programm um einen 425 cm³
Motor mit 12 PS. 1962 erhöhte sich die Leistung auf
14 PS, ein Jahr später nochmals um zwei PS.
Auch optisch entwickelte sich die Ente weiter. Der anfangs
riesige Kühlergrill mit dem Doppelwinkel - Citroens
Markenzeichen - schrumpfte, die Selbstmördertüren
verschwanden und die Ente bekam ein drittes Seitenfenster.
Doch 1967 schien mit dem Erscheinen der Citroen Dyane
das Ende für die Ente gekommen sein. Die Dyane ähnelte
technisch wie optisch dem Konzept des 2CV, bot aber eine
grössere Heckklappe, etwas mehr Platz, eine höhere
Motorleistung und ein weniger karges Armaturenbrett. Dennoch
blieb ihr der durchschlagende Erfolg verwehrt.
Zu diesem Zeitpunkt war die Ente längst Kult. Sie
stand für eine Lebenseinstellung jenseits von Konsum
und Luxus, für Revolution und Kampf gegen den TÜV
als staatliches Unterdrückungsorgan. Die Dyane als
"Luxus-Ente" passte kaum ins Konzept der Enten-Anhänger.
So blieben die Fans ihrer Ente treu. 1972 wurden in der
Bundesrepublik gerade einmal 2.762 Dyane verkauft, während
19.889 Enten aus den Verkaufsräumen rollten.
Bei Citroen hatte man verstanden und entwickelte den 2CV
weiter. 1970 kamen zwei neue Varianten mit einem 28 PS-
beziehungsweise 23 PS-starken Motor auf den Markt. In
den folgenden Jahre wurde der Alu-Kühlergrill durch
ein Exemplar aus Plastik ersetzt, die runden Scheinwerfer
wichen eckigen Varianten und 1981 erhielten endlich alle
Enten Scheibenbremsen an der Vorderachse. Während
die Produktion der ursprünglich als Enten-Nachfolgerin
konzipierten Dyane bereits 1983 endete, wurde das Original
noch bis 1988 produziert, im portugiesischen Citroen-Werk
gar bis 1990.
Bis dahin waren fast vier Millionen Enten entstanden.
Mehr als ein halbes Jahrhundert nachdem die ersten 2CV
vom Band rollten, ist die Ente längst nicht ausgestorben.
Die meisten Enten sind heute in Liebhaberhänden.
Dabei macht sich das einfache und robuste Konzept des
2CV noch heute bezahlt, denn was nicht da ist, kann auch
nicht kaputtgehen. Einzig der Rost, vor allem am Chassis,
ist der große Feind jeder Ente. Umso erfreulicher,
dass es für den 2CV die meisten Ersatzteile, selbst
neue Rahmen, für vergleichsweise kleines Geld zu
kaufen gibt. So dürfen sich ihre Besitzer noch über
ein langes Entenleben freuen.
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